Markknochen fand ich schon immer klasse: Als Bestechungsmittel für widerspenstige Terrier! Hunde, die an einem Markknochen herumkauen sind für mindestens 2 Stunden bedient, das habe ich schamlos ausgenutzt, wenn ich mal zu faul war den Hund zu entertainen. Das Mark im Inneren des Knochen war mir übrigens suspekt, denn so wirklich lecker sah das ja nicht aus, und wenn dann auch noch ein Hund so darauf abfährt... Als mir meine Mutter dann erzählte, dass daraus auch meine als Kind so geliebten Markklößchen zubereitet wurden, fand ich das zunächst schockierend: „Mein Gott, ich habe die DNA eines Rindes in Reinkultur gegessen!“ Mit den dazugehörigen fleischigen Rinderbeinscheiben habe ich erst später Bekanntschaft gemacht. Als feines, italienisches Ossobucco – das sich übrigens auch viel schöner anhört als „Rinderbeinscheiben“. Wichtig: Geduld! Denn wenn man das Fleisch für 3 Stunden schmoren lässt, zergeht es auf der Zunge wie Butter.
Rezept für 2 Portionen:
3 Karotten
1 Zwiebel
2 Tomaten
3 Stiele Salbei
2 Zweige Rosmarin
2 Kalbsbeinscheiben (à ca. 300 g)
2 EL Olivenöl
Salz, Pfeffer
1 EL Tomatenmark
1 EL Mehl
250 ml Gemüsebrühe
250 ml Gemüsebrühe
50 ml Weißwein
250 g passierte Tomaten
1 Lorbeerblatt
1 Dose (Abtropfgewicht ca. 250 g) kleine weiße Bohnen
Außerdem: Küchengarn
Karotte schälen und in Scheiben schneiden. Zwiebel schälen und fein würfeln. Tomaten waschen und in Würfel schneiden. Kräuter waschen, trocken tupfen, etwas zum Garnieren beiseite stellen, Rest fein hacken. Bohnen gut abtropfen lassen. Beinscheiben waschen, trocken tupfen und mit Küchengarn in Form binden, damit sie später beim Schmoren nicht auseinanderfallen. Öl in einem großen Bräter erhitzen. Beinscheiben von allen Seiten kräftig anbraten, mit Salz und Pfeffer würzen und herausnehmen. Karotten und Zwiebeln in das Bratfett geben und anbraten. Die Tomaten, Kräuter und Tomatenmark dazugeben, kurz mitbraten. Mit Mehl bestäuben, kurz anschwitzen. Unter Rühren nach und nach die Gemüsebrühe zugießen, Wein und passierte Tomaten dazugeben. Lorbeer zugeben, einmal aufkochen und die Bohnen untermischen. Das Fleisch darauflegen. Deckel auf den Bräter geben und drei Stunden schmoren, dabei darauf achten, dass das Fleisch mindestens bis zur Hälfte in der Soße liegt, ggf. wenden bzw. ab und an mit Soße beträufeln. Soße mit Salz und Pfeffer abschmecken. Mit den beiseite gelegten Kräutern garnieren.






