Donnerstag, 2. September 2010

Fein geschmort: Ossobuco mit weißen Bohnen

Markknochen fand ich schon immer klasse: Als Bestechungsmittel für widerspenstige Terrier! Hunde, die an einem Markknochen herumkauen sind für mindestens 2 Stunden bedient, das habe ich schamlos ausgenutzt, wenn ich mal zu faul war den Hund zu entertainen.  Das Mark im Inneren des Knochen war mir übrigens suspekt, denn so wirklich lecker sah das ja nicht aus, und wenn dann auch noch ein Hund so darauf abfährt... Als mir meine Mutter dann erzählte, dass daraus auch meine als Kind so geliebten Markklößchen zubereitet wurden, fand ich das zunächst schockierend: „Mein Gott, ich habe die DNA eines Rindes in Reinkultur gegessen!“  Mit den dazugehörigen fleischigen Rinderbeinscheiben habe ich erst später Bekanntschaft gemacht. Als feines, italienisches Ossobucco – das sich übrigens auch viel schöner anhört als „Rinderbeinscheiben“. Wichtig: Geduld! Denn wenn man das Fleisch für 3 Stunden schmoren lässt, zergeht es auf der Zunge wie Butter.


Rezept für 2 Portionen:
3 Karotten
1 Zwiebel
2 Tomaten
3 Stiele Salbei
2 Zweige Rosmarin
2 Kalbsbeinscheiben (à ca. 300 g)
2 EL Olivenöl
Salz, Pfeffer
1 EL Tomatenmark
1 EL Mehl
250 ml Gemüsebrühe
50 ml Weißwein
250 g passierte Tomaten
1 Lorbeerblatt
1 Dose (Abtropfgewicht ca. 250 g) kleine weiße Bohnen
Außerdem: Küchengarn


Karotte schälen und in Scheiben schneiden. Zwiebel schälen und fein würfeln. Tomaten waschen und in Würfel schneiden. Kräuter waschen, trocken tupfen, etwas zum Garnieren beiseite stellen, Rest fein hacken. Bohnen gut abtropfen lassen. Beinscheiben waschen, trocken tupfen und mit Küchengarn in Form binden, damit sie später beim Schmoren nicht auseinanderfallen. Öl in einem großen Bräter erhitzen. Beinscheiben von allen Seiten kräftig anbraten, mit Salz und Pfeffer würzen und herausnehmen. Karotten und Zwiebeln in das Bratfett geben und anbraten. Die Tomaten, Kräuter und Tomatenmark dazugeben, kurz mitbraten. Mit Mehl bestäuben, kurz anschwitzen. Unter Rühren nach und nach die Gemüsebrühe zugießen, Wein und passierte Tomaten dazugeben. Lorbeer zugeben, einmal aufkochen und die Bohnen untermischen. Das Fleisch darauflegen. Deckel auf den Bräter geben und drei Stunden schmoren, dabei darauf achten, dass das Fleisch mindestens bis zur Hälfte in der Soße liegt, ggf. wenden bzw. ab und an mit Soße beträufeln. Soße mit Salz und Pfeffer abschmecken. Mit den beiseite gelegten Kräutern garnieren. 

Sonntag, 29. August 2010

Schnelle Angelegenheit: Gebratener Reis mit Mangold

"Scheiße, der Biomüll!!!" Pardon, unflätige Ausdrücke in der Öffentlichkeit gehören sich ja an und für sich nicht, exakt dieser Satz ist mir aber lauthals entfahren, als ich nach einigen Tagen Abwesenheit meine Wohnung wieder betreten habe. Glücklicherweise hielt sich die Bescherung jedoch in Grenzen und ich muss keine Fruchtfliegen-WG gründen, es roch nur ein bisschen nach überreifen Bananen. Aber trotzdem war die Lektion gehaltvoll: Innerhalb weniger Minuten zu packen und um zirka 14.20 ein Taxi zum Bahnhof zu rufen, wenn um 14.28 der Zug fährt, ist n.i.c.h.t. erstrebenswert und im Zweifelsfall vergisst man dann eben so einiges, wie z.B. den besagten Biomüll zu entleeren. Im schlimmsten Fall auch die Zugtickets... Glück gehabt!
Hier kommt ein auf die Schnelle zusammengewürfeltes Gericht aus allem, was noch so im Kühl- und Gefrierfach zu finden war. Denn nach Hause kommt man ja irgendwie doch meistens, wenn die Geschäfte schon geschlossen haben, stimmt´s? 


Rezept für 2 Portionen:
2 EL Erdnussöl
1 Hähnchenbrustfilet (ca. 180 g), in feine Streifen geschnitten
1 Staude Mangold, gewaschen und in grobe Stücke geschnitten
1 rote Chilischote, in feine Ringe geschnitten
150 g Reis, gekocht und abgekühlt
3 EL Sojasauce

1 EL Öl in einer großen Pfanne erhitzen. Hähnchenbrustfilet im heißen Öl scharf anbraten, so dass es gut Farbe annimmt. Herausnehmen und beiseite legen. Restliches Öl erhitzen und den Mangold und die Chilischote darin anbraten. Reis dazugeben und alles gut miteinander vermengen. Dabei die ganze Zeit mit starker Hitze weiterbraten und dabei rühren, denn es heißt ja schließlich "gebratener Reis", diesem Namen wollen wir doch alle Ehre machen. Gegebenenfalls noch einen EL Öl dazugeben, damit es nicht zu trocken wird. Hähnchenbruststreifen wieder dazugeben und noch einmal kurz mitbraten. Sojasauce gut unterrühren, kurz weiterbraten und dann servieren. 


Das Gericht schmeckt immer wieder grandios gut, ich mache es jedes Mal nach dem selben Prinzip, jedoch oft mir verschiedenen Zutaten, wie auch hier zu sehen. 

Sonntag, 8. August 2010

Einmal muss jeder gehn...

... und zwar in Urlaub. Hier geht es ab 29. August weiter. Ich wünsche euch allen einen schönen Sommer mit vielen kulinarischen Entdeckungen - denn ohne gutes Essen ist ja wohl der schönste Urlaub nichts. Ich werde bestimmt das ein oder andere Rezept für mich und für euch einsacken, das ist eines, was sicher ist!